18 | 12 | 2017

Projekte

Eine Zusammenfassung zu den im Usinger Land vorhandenen Zeit-/Kulturstufen finden Sie links in der Menüleiste "Hauptmenü" unter

"Archäologie im Usinger Land" und dort unter "Zeit und Kulturstufen".


Erste Bauern im Usinger Land

Mehrere um 5.000 v. Chr. existierende spätbandkeramische Siedlungsplätze der ersten Ackerbauern und Viehzüchter der frühen Jungsteinzeit belegen abseits der zeitgenössischen "Ballungsräume" wie Wetterau oder Limburger Becken und in deutlich höheren Lagen zwischen 250 und 410 m über NN eine eigene Siedlungskammer im Usinger Becken und seinem direkten Umfeld.

Ein gemeinsames Forschungsprojekt des Seminars für Vor- und Frühgeschichte der Johann-Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main mit der Archäologie-AG Usingen erbrachte eine Überraschung:
Ein Erdwerk der Linearbandkeramiker an dem heute eine Bundesstraße vorbei führt.

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Ein Friedhof der späten Bronzezeit in Wehrheim

Vor der Bebauung eines Grundstücks mit Wohnhäusern konnten im Jahre 1997 und 2007 insgesamt acht Brandgräber aus dem 10./11. Jh. v. Chr. vor ihrer drohenden Zerstörung dokumentiert und geborgen werden. Ein Grabungsbericht verschafft Ihnen einen Überblick über die Rettungsaktion und deren Ergebnisse...

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Zeichnen eines Urnengrabes mit dem Feldpantograph (Foto: J. Storch)


Germanen im Usinger Land

"Nach Passieren der Grenze des römischen Reiches an der Saalburg, stießen wir alsbald auf freundliche Germanen." ... oder?

Dem ist so, denn ganz Nahe bei Usingen konnte eine germanische Ansiedlung nachgewiesen werden, die aufgrund der Nähe zum römischen Limes (ca. 6 km bis zur Saalburg) eine wichtige Fundstelle darstellt. Die Örtlichkeit war sogar bereits zur Zeit der Spätbandkeramiker sowie der urnenfelder- und frühhallstattzeitlichen Kultur besiedelt.

Am 05.09.2002 startete unter der Leitung des LfD Wiesbaden eine Forschungsgrabung...

Ein germanisches Grubenhaus mit Webstuhl wie es einst bei Usingen existierte (Zeichnung: Annie Schubart).

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Glasmacher bei Glashütten im Taunus

Seit 1994 beschäftigt sich der Kulturkreis Glashütten e.V. ehrenamtlich mit der Geschichte der Glasverarbeitung in der Gemeinde Glashütten (Hochtaunuskreis) und Umgebung. Neben dem Zusammentragen historischer Quellen und deren Auswertung, führten anschließende Geländebegehungen, Vermessungen, geophysikalische Prospektionen und schließlich Ausgrabungen in den Jahren 2000 bis 2002 und 2005 zu weiteren gesicherten Erkenntnissen der vom Mittelalter bis in die Neuzeit tätigen Glasmachermeister.

Die herausragenden Ergebnisse waren Anlass, unter Beteiligung namhafter Wissenschaftler aus dem europäischen In- und Ausland  das "Zweite internationale Symposium zur archäologischen Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Glashütten Europas" vom 09. bis 12.05.2002 in Glashütten-Oberems durchzuführen.

Die vorgestellten Ausgrabungsergebnisse führen Sie zu den Resten und ausgewählten Funden dreier  Glasproduktionsstätten des 15. Jh. und lassen Sie in die Welt der damaligen Glasmacher einsteigen. Darüber hinaus bieten Ihnen Literaturtipps die Möglichkeit, sich intensiver mit der Glasforschung im Taunus und darüber hinaus zu beschäftigen..

Die Grundmauern eines Schmelzofens aus der Mitte des 15ten Jahrhunderts.

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Überraschungen beim Bau der Heisterbachstraße

Seit 1997 rollt der Verkehr aus Neu-Anspach kommend über die Ortsumgehung "Heisterbachstraße" in Richtung B 456 und umgekehrt. Ist dabei aber jedem bewusst, dass er durch eine uralte Kulturlandschaft fährt?

Bei einer baubegleitenden archäologischen Untersuchung konnten Siedlungsspuren aus der Mittelbronzezeit (ca. 1.600 bis 1.300 v.Chr.) und vorrömischen Eisenzeit (hier um 500 und 100 v.Chr.) vor ihrer endgültigen Zerstörung dokumentiert werden...

Freilegen, was der Bagger übrig ließ... (Foto: J. Storch)

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Die älteste Sau Hessens?

Im Januar 1999 wurde mit dem Bau einer Lärmschutzmauer an der Autobahn Frankfurt am Main <> Kassel begonnen. Hierbei wurde auf einem breiten Streifen reichlich Humus bewegt und - aufgrund der Topographie nicht anders zu erwarten - tauchten Befunde einer vorgeschichtlichen Siedlung aus der bandkeramischen Kultur um 5.300 v. Chr. auf. Während der Notgrabung wurde eine kleine, offenbar unfertige Tonplastik geborgen, die dem äußeren Anschein nach einem Schweinchen gleicht...

Notgrabungen können sich derweil lohnen !

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